Ein Instrument der Aussenhandelspolitik – der Zoll

In Zeiten offener Grenzen innerhalb der Europäischen Union hört man ihn inzwischen seltener. Trotzdem hat der Satz „Haben Sie etwas zu verzollen?“ im weltweiten Warenverkehr weiterhin eine wichtige Bedeutung, denn Zölle sind nicht nur eine zusätzliche Einkommensquelle von Staaten, sondern auch ein wichtiges wirtschaftspolitisches Instrument.

Welche Zwecke hat der Zoll?

Selbstverständlich ist der Zoll im Grunde nichts anderes als eine Steuer, also eine Abgabe an den Staat, für die der Zahlende keine direkte Gegenleistung erhält. Allerdings geht es den einzelnen Staaten oft weniger um die Einnahmen aus den Grenzkontrollen, sondern um den Schutz der heimischen Wirtschaft, denn der Staat regelt den wirtschaftlichen Verkehr eines Landes und ist für Ordnung und Sicherheit desselben zuständig. Sofern die Einfuhren aus anderen Ländern aber nicht kontrolliert, bewertet und besteuert werden, könnten billig im Ausland produzierte Waren deutsche Anbieter sehr viel schneller und einfacher verdrängen. Wenn aber nach dieser Verdrängung weitere Lieferungen ausblieben, wäre der Wiederaufbau der heimischen Produktion deutlich schwieriger und teurer als der Erhalt der ursprünglichen Unternehmen durch Schutzzölle.

Innerhalb der Europäischen Union gibt es keine Zollschranken

Nachdem die Europäische Union ein gemeinsamer Markt ist, gibt es innerhalb der Union keine Erhebung von Zöllen. Dies macht die Arbeit von Unternehmen im Regelfall deutlich einfacher und wirtschaftlich effizienter. Allerdings gibt es Ausnahmen wie die Automobilindustrie, welche Probleme mit den unterschiedlichen Umsatzsteuersätzen in den einzelnen Ländern hervorruft, denn für Fahrzeuge gilt die Ausnahme, dass die Umsatzsteuer nicht im Land entrichtet werden muss, wo der Händler seinen Sitz hat, sondern am Wohnsitz des Käufers. Da beispielsweise Dänemark eine wesentlich höhere Umsatzsteuer verlangt, sind die Nettolistenpreise für Fahrzeuge entsprechend niedriger. Gerade im grenznahen Bereich kaufen deshalb viele Deutsche ihre Autos lieber im benachbarten Dänemark als beim deutschen Vertragshändler. Insofern gibt es auch innerhalb der Europäischen Union weiterhin Klärungsbedarf in einzelnen Fällen des Im- und Exports.

Probleme sind dazu da, gelöst zu werden

Wer bei der zollrechtlichen Behandlung von Ein- und Ausfuhren kein genaues Auge auf die Handlungen der Zollbehörden wirft, der zahlt gegebenenfalls mehr als er eigentlich müsste. Deshalb lohnt sich professionelle Beratung zu Zollfragen wie sie unter http://www.porath.com/leistungen/zollabfertigung/ im Internet angeboten wird, denn wie bei anderen Steuern ist auch beim Zoll am Ende alles eine Frage der richtigen Gestaltung.